600 Menschen sterben jählich bei Bränden in Deutschland - 200 davon Kinder. Die meisten sterben nachts in den eigenen vier Wänden,
da ein Feuer am Tag meist sehr schnell erkannt werden kann. Nachts allerdings bemerkt man ein Feuer
oft erst wenn es zu spät ist - oder gar nicht. Rauchmelder helfen dabei, ein Feuer frühzeitig zu bemerken
und zu bekämpfen. Sie sind vor allem in allen Bereichen wichtig, in denen sich nicht regelmäßig Menschen
aufhalten, so zum Beispiel in Kellerräumen. Seit 2012 sind Rauchmelder in Wohn- und Schlafräumen sowie allen Fluren gesetzlich vorgeschrieben.
Worauf kommt es bei einem Rauchmelder an?
Beim Kauf eines Rauchmelders ist unbedingt darauf zu achten, dass er das 'CE'-Zeichen
inkl. der Prüfnummer und der Normangabe 'EN 14604' trägt. Noch mehr Qualität erhalten Sie, wenn
Sie Rauchmelder kaufen, auf denen das 'VdS'-Prüfzeichen ist. Leider gibt es in Deutschland kein anderes
Institut, dass die Qualität von Rauchmeldern ständig überprüft. Achten Sie auch darauf, dass die Batterielaufzeit mehrere Jahre beträgt, sodass der jährliche Batteriewechsel entfällt. Lassen Sie trotzdem Ihre Rauchmelder mindestens ein mal im Jahr überprüfen, um eine Einwandfreie Funktionsweise zu garantieren.
Wo bekomme ich gute Rauchmelder?
Im Prinzip können Sie jeden beliebigen Rauchmelder aus dem Baumarkt verwenden, besser ist es jedoch, bei
einer Brandschutzfirma oder Sicherheitsfirma zu kaufen. Dort bekommen Sie nicht nur höherwertige Produkte, sondern auch eine kompetente Beratung. Eine Liste mit Fachhändlern finden Sie unter www.rauchmelder-lebensretter.de/bezugsquellen.html.
Rauchmelder für Hörbehinderte
Für Hörbehinderte Menschen sind normale Rauchmelder nicht geeignet, da sie den Warnton nicht hören können. Aber auch für Gehörlose gibt es Rauchmelder. Diese Systeme arbeiten nicht nur mit akustischen Warnsignalen, sondern auch mit optischen Signalen (z. B. Stroboskoplichter usw). Weitere Informationen bekommen Sie bei einem Fachhändler in Ihrer Nähe.
Rauchmelder für Kinder
Kinder reagieren laut verschiedenen Studien oftmals nicht auf Warntöne herkömmlicher Rauchmelder. Eine Möglichkeit, den Schutz beizubehalten sind Rauchmelder, die speziell für Kinder entwickelt wurden. Diese nutzen nicht einen herkömmlichen Warnton, sondern lassen sich mit der Stimme einer Bezugsperson des Kindes programmieren. Eine viel bessere Methode ist es, den Rauchmelder im Kinderzimmer mit dem im Elternschlafzimmer zu verknüpfen. Dadurch werden die Eltern über einen Brand im Kinderzimmer informiert. Manche Geräte fügen sich auch in die spielerische Umgebung eines Kinderzimmers mit Bemalungen auf der Unterseite ein.
Vernetzte Rauchmelder
Neben Einzelrauchmeldern gibt es noch solche, die über Kabel oder Funk miteinander verknüpft sind und so alle Bewohner einer Wohneineit rechtzeitig vor einem Feuer warnen. Dies ist innerhalb einer Wohneinheit zwar sehr praktisch, wird aber zum Problem, wenn die Rauchmelder in der Wohnung mit denen im Treppenhaus (oder einem anderen Fluchtweg) verbunden werden. Dann würden die Bewohner bei einem Brand im Treppenhaus genau in diesen hineinlaufen, was fatale Folgen hätte, denn schon 3-4 Atemzüge Brandrauch sind tödlich.
Brandgefahren
Studien zufolge passieren die meisten Unfälle im Haushalt. Im Haushalt bestehen auch die meisten Brandgefahren, z. B. in der Küche, im Bett oder auch im Wohnzimmer. Nachfolgend sollen Ihnen einige der Gefahren näher gebracht werden.
Brandgefahren in der Küche
Besonders in der Küche besteht die Gefahr von brenndendem Fett. Beim Löschversuch mit Wasser kommt es zu einer
sog. Fettexplosion, bei der schlagartig die restlichen Küchenmöbel in Brand gesetzt werden
können - also: Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen. Verwenden Sie zum Löschen
einen Metalldeckel oder eine Löschdecke, aber achten Sie darauf, dass das Feuer lange genug
unter dem Deckel oder der Decke erstickt wird, da sonst das Feuer durch die Resthitze im Topf
wieder entflammt wird. Sogar in Dunstabzugshauben besteht die Gefahr eines Brandes, da sich
dort Fette während dem Kochen ablagern.
Das sinnvollste Rauchverbot aus der Sicht der Feuerwehr besteht noch nicht - ein Rauchverbot
im Bett. Denn viele Wohnungbrände entstehen, weil Menschen im Bett rauchen, dabei einschlafen
und mit der brennenden Zigarette das Bettzeug entzünden. Durch die Nähe zum Brandherd wird man
schnell von den Brandgasen betäubt und bemerkt den Entstehungsbrand nicht.
Eine besondere Brandgefahr stellen auch Kinder da - sie sind neugierig und wissen oft nicht, was
sie tun. So spielen Kinder gerne mit dem Feuer, da es für sie etwas sehr schönes ist. Kinder
können allerdings oft nicht mit einer solchen Gefahr umgehen, oder sind sich diesen Gefahren gar
nicht bewusst.
Gefahren im Wohnzimmer
Eine Gefahr im Wohnzimmer stellt sicherlich das Rauchen dar, aber an eine Gefahr denken die
meisten Menschen gar nicht. Bei älteren Röhrenfernsehern entsteht nach längerem Betrieb eine
enorme Hitze. Bei ungeeignter Aufstellung des Gerätes kann ein Hitzestau entstehen, der
wiederum einen Brand verursachen kann.
Gefahren durch Elektrizität
Im Haushalt besteht die größte Gefahr durch defekte elektrische Geräte. Alte Kabel und Geräte,
schadhafte Isolierungen, falsche Lagerung und dauerhafte Überlastungen können einen Brand ver
ursachen. Wenn ein Feuer entsteht, sollten Sie sofort die Verbindung zum Stromnetz unterbrechen
- entweder durch ziehen des Netzstekers oder durch herausnehmen der Sicherung. Auch beim falschen
Umgang mit elektr. Geräten besteht die Gefahr eines Feuers, z. B. bei Bügeleisen. Eine weitere,
nicht zu unertschätzende Gefahr geht von fehlerhafter Haustechnik aus. Wenn Sie sich nicht
sicher sind, ob das Stromnetz in Ihrem Haus sicher ist, suchen Sie professionellen Rat bei einem
zertifizierten Elektroinstallateur.
Schornsteinbrände
Viele Menschen fragen sich, was in einem Schornstein brennen kann. Die Antwort ist eigentlich
recht einfach. Wird in der Feuerstelle Brennstoff unsauber (z. B. mit zu wenig Luftzufuhr)
verbrannt, bildet sich im Schornstein sog. Glanzruß (dies kann bei allen Heizungsarten auftreten). Dieser Ruß kann sich bei hohen Temperaturen
entzünden. Zu erkennen ist ein Schornsteinbrand an hoher Rauchentwicklung, Funkenflug und hohen
Temperaturen an den Schornsteinwänden. Ein solches Feuer kann schnell auf den Dachstuhl über
greifen und einen großen Schaden anrichten. Außerdem behindert der Ruß den Abzug von Schadstoffen, dann sammeln sich diese im Raum, in dem der Kamin steht und werden so zur tödlichen
Gefahr. Versuchen Sie auf gar keinen Fall, das Feuer mit Wasser zu löschen!
Brandgefahren im Keller
Brandgefahr besteht im Keller nicht nur durch evtl. Heizungen, sondern auch durch Hauselektrik,
Gasanschlüsse usw. Aber bei einem Kellerbrand ist die Hauptschwierigkeit nicht das Feuer an
sich, sondern viel mehr, dass die meisten Keller völlig zugestellt sind und das Feuer dadurch
sehr schnell ausbreiten kann. Halten Sie daher Ihren Keller frei von unnötigen Lagerstücken!
Gefahren beim Heimwerken
Auch beim Heimwerken besteht eine große Gefahr durch Elektrizität. Beim Bohren auf Stromleitungen
besteht nicht nur die Gefahr eines Stromschlags,sondern auch die Gefahr eines Kabelbrandes.
Diesen bemerken Sie jedoch nicht, da er sich in der Wand ausbreitet. Auch bilden Lacke, Farben
und Lösungsmittel durch ihre Dämpfe einen Gefahrenherd. Lagern Sie solche Stoffe stets trocken,
kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt.
Brandgefahren in Garagen
In Garagen trifft die Feuerwehr oft das selbe Problem an wie in Kellerräumen. Zudem steht dort
oft noch ein Auto, das sehr gut brennt, wenn es entzündet wurde. Viele Menschen haben zudem
noch eine Werkbank in ihrer Garage, welche auch ein hohes Gefahrenpoential besitzt.
Brandvorbeugung
Hier lesen Sie, wie Sie ein Feuer in Ihrem Haus vermeiden, bzw. das Risiko eines Brandes verringern.
Brandvorbeugung im Haushalt
Im Haushalt können Sie durch viele kleine Tricks das Risiko eines Brandes minimieren.
Lassen Sie keine Töpfe, Pfannen oder Friteusen unbeaufsichtigt stehen. Haben Sie immer eine passende Methode zu Löschen bereit (Deckel, Löschdecke usw).
Rauchen Sie auf gar keinen Fall im Bett oder auf dem Sofa.
Klären Sie Ihre Kinder frühzeitig über die Gefahren des Feuers auf und erziehen Sie sie zum verantwortungsvollen Umgang mit dieser Gefahr.
Stellen Sie technische Geräte, die Hitze entwickeln so auf, dass die Kühlung gewährleistet ist.
Verwenden Sie nur geprüfte und schadfreie elektrische Geräte.
Lassen Sie Geräte, die Hitze entwickeln, nicht unbeaufsichtigt.
Achten Sie bein Fernsehgeräten darauf, dass die Wärme gut abtransportiert werden kann. Das gilt besonders für Röhrenfernseher.
Lassen Sie Ihre Hauselektrik nur von geprüften Elektroinstallateuren anbringen.
Überlasten Sie nicht Ihr Stromnetz. Die meisten Stromkreise, die an einer Sicherung hängen, haben eine Gesamtleistung von 3680 Watt. Sie darf auf gar keinen Fall überschritten werden, da dies zu Kabelbrändne führen kann. Aber auch eine geringere Belastung kann auf Dauer zu einer Überhitzung führen. Stecken Sie niemals mehrere Steckdosenleisten hintereinander, sie sind besonders anfällig für Überhitzungen.
Brandvorbeugung in Haus & Garage
Lassen Sie regelmäßig Ihren Schornstein reinigen und verbrennen Sie nur qualitative Brennstoffe.
Lassen Sie regelmäßig Ihre Heizungsanlage überprüfen.
Stellen Sie keine Räume mit zu vielen Sachen voll.
Achten Sie beim Heimwerken auf Sicherheit und einen sauberen Arbeitsplatz.
Verhalten im Ernstfall
Wenn alle bisherigen Tipps nichts gebracht haben und es bei Ihnen wirklich zum Ernstfall gekommen
ist, müssen Sie unbedingt Ruhe bewahren. Das schlimmste, was passieren kann is, dass Sie in
Panik geraten, den Panik veranlasst zu unkontrollierten Handlungen. Damit nehmen Sie sich
möglicherweise die einzige Möglichkeit zu fliehen.
Menschen retten
Wenn es bei Ihnen brennt, sollten Sie zuerst versuchen, Menschen, die vielleicht in Gefahr sind,
zu retten. Gehen Sie dabei aber nur soweit, wie Sie es sich zutrauen. Gehen Sie kein unnötiges
Risiko ein und gefährden Sie sich nicht selbst.
Notruf absetzen
Setzen Sie so früh wie möglich einen Notruf bei der Feuerwehr ab. Unter der Nummer 112
erreichen Sie jederzeit die Feuerwehr. Dort arbeiten ausgebildete Feuerwehrleute, die Ihnen
helfen, die Situation zu meistern. Andere Nummern sind: 110 (Polizei) und Vorwahl + 19222
(Rettungsdienst). Sie können jede der Nummern anrufen und sich mit der Feuerwehrleitstelle
verbinden. Die 112 und die 110 sind kostenlos (auch aus dem Handynetz), aber nur die 112 hat
Netzpriorität. D. h., für einen Notruf an die 112 werden, falls nötig, andere Telefongepräche
abgebrochen. Die wichtigsten Element eines Notrufs sind:
Wer ruft an
Wo ist etwas passiert?
Was ist passiert: Erklären Sie in kurzen Umrissen, was genau geschehen ist.
Wie viele Betroffene: Wie viele Menschen sind in Gefahr?
Welche Verletzungen gibt es? Sind Menschen Verletzt und wenn ja, welche Verletzungen haben Sie?
Warten auf Rückfragen
Brandbekämpfung einleiten
Viele Entstehungsbrände können Sie mit geeignetem Werkzeug selbst löschen. In jedem Haushalt
sollte mindestens ein Feuerlöscher für die Brandklassen A, B und C vorhanden sein. Solche Feuerlöscher
bekommen Sie bei Brandschutzfirmen in Ihrer Nähe, aber auch im Baumarkt. Lassen Sie
den Feuerlöscher auf jeden Fall regelmäßig von Fachfirmen prüfen!
Hier lesen Sie, wie Sie ein Feuer richitg bekämpfen. Auch wenn ein Feuer gelöscht wurde, rufen Sie auf jeden Fall die Feuerwehr, um eventuelle Glutnester oder Folgebrände zu verhindern. Bringen Sie sich bei der Brandbekämpfung aber auf gar keinen
Fall in Gefahr und gehen Sie nur soweit, wie Sie es sich zutrauen. Den Rest macht die Feuerwehr
dann für Sie.
Außer Kontrolle geratene Feuer
Wenn die Brandentwicklung schon weit fortgeschritten ist, oder ein Zimmer gar im Vollbrand steht, rufen Sie die Feuerwehr und begeben Sie sich auf schnellstem Weg aus dem Gefahrenbereich. Schließen Sie vorher alle Fenster und Türen, vergewissern Sie sich aber, dass niemandem der Fluchweg abgeschnitten wird. Wenn Sie in einem Mehrparteienhaus wohnen, warnen Sie - auch nachts - alle übrigen Bewohner im Haus vor der Gefahr.
Wenn Fluchwege versperrt sind
Wenn das Treppenhaus oder ein anderer Fluchweg versperrt ist, begeben Sie sich sofort in den am weitesten vom Feuer entferntern Raum mit einem Fenster (am besten zu einem Verkehrsweg hin). Schließen Sie die Tür und dichten Sie sie falls möglich mit nassen Tüchern o. ä. ab und rufen Sie sofort die Feuerwehr. Wir verfügen über viel Erfahrung, Routine und Gerät um Sie aus allen Lagen sicher zu befreien.
Umgang mit gefährlichen Substanzen
Viele Stoffe im Haushalt sind gefährlich. Manche brennen, manche sind giftig, andere ätzend. Aber
nicht nur Stoffe, die für Sie gefählich sind, werden als Gefahstoff bezeichnet. Auch Umweltgefährdende
Stoffe sind Gefahrstoffe. Zur besseren Orientierung gibt es sog. Gefahrensymbole.
GHS-Symbol
Symbol
Beschreibung
Vorkehrungen
Kategorie
Stoffe, die unter Umständen explodieren können
Hitze- und Funkenentwicklung, Stöße und Reibung vermeiden
Stoffe, die Brände fördern bzw. entzünden können und die Brandbekämpfung behindern
Kontakt mit brennbaren Stoffen vermeiden
O Brandfördernd/Oxidizing
Stoffe, die nach Aufnahme in den Körper zum Tod oder zu erheblichen Gesundheitsschäden führen, lethale Dosis ist weniger als 25mg pro Kilogramm Körpergewicht
Kontakt mit menschlichem Körper vermeiden
T+ Sehr giftig/Very toxic
Nach Einnamhe in den Körper treten erhelbliche Gesundheitsschäden ein, lethale Dosis ist 25-100mg pro Kg Körpergewicht
Kontakt mit menschlichen Körper vermeiden
T Giftig/Toxic
Keine direkte Entsprechung
Stoffe können bei Einnahme in den Körper Gesundheitsschäden verursachen
Kontakt mit menschlichem Körper reduzieren
Xn Gesundheitsschädlich/Harmful
Stoffe mit Reizwirkung auf Haut, Augen und Atmung
Dämpfe nicht einatmen
Xi Reizend/Irritant
Stoffe können bei Einnahme in den Körper Gesundheitsschäden verursachen
Kontakt mit menschlichem Körper reduzieren
Gesundheitsschädlich/Harmful
Gewebe und andere Stoffe werden von dieser Chemikalien zuersört
Dämpfe nicht einatmen, Berührung vermeiden
C Ätzend/Corrosive
Stoffe, die die Umwelt jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt gefährden
Nicht in Kanalisation, Boden oder Umwelt gelangen lassen; Entsorgungsvorschriften beachten
N Umweltgefährlich/Dangerous for the environment
Gase unter Druck, verdichtete, verflüssigte, tiefgekühlt verflüssigte, gelöste Gase